Mit gutem Recht erinnern
Gedanken zur Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen des kulturellen Erbes in der digitalen Welt

Mit gutem Recht erinnern
Gedanken zur Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen des kulturellen Erbes in der digitalen Welt

Autor/innen

Paul Klimpel (Hrsg.)
iRights Law

Schlagworte

Urheberrecht, Kulturelles Gedächtnis, Bestandserhaltung, Fair Use, Digitalisierung

Über dieses Buch

Das Recht, insbesondere das Urheberrecht, hat große Auswirkungen darauf, was von dem großen Reichtum unseres kulturellen Erbes im kollektiven Gedächtnis verbleibt. In der digitalen Welt, in der alles Kopie und damit – im urheberrechtlichen Sinne – Vervielfältigung ist, ist auch jede Nutzung des kulturellen Erbes urheberrechtlich relevant. Auf der anderen Seite leben wir in Zeiten einer rasanten Medienentwicklung und eines Überflusses an Informationen, Bildern, Filmen und Texten. Umso größer ist die Herausforderung, die Erinnerung an unser kulturelles Erbe wachzuhalten. Es ist also eine Frage der kulturellen Selbstbehauptung, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit unserem kulturellen Erbe gesetzt werden. Was nicht online gefunden werden kann, wird zunehmend verschwinden. Insofern können die Auswirkungen eines unausgewogenen Urheberrechts, das das kulturelle Erbe nicht ausreichend berücksichtigt, dramatisch sein. Dieses Buch versammelt verschiedene Vorschläge und Überlegungen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden können, um eine stärkere Präsenz auch des urheberrechtlich geschützten kulturellen Erbes im Netz zu ermöglichen. Verfasst sind diese Vorschläge von Experten aus den Gedächtnisinstitutionen sowie aus der Rechtswissenschaft und Politik, mithin von Autoren, die mit den internationalen Rahmenbedingungen und dem urheberrechtlichen Diskurs in Deutschland gut vertraut sind.

Kapitel

  • Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes
    S. IX – XI
  • Warum dieses Buch
    Paul Klimpel
    S. 3–8
  • Archivierung: ein Plädoyer für eine Bereichsausnahme
    Gabriele Beger
    S. 11–24
  • Urheberrecht im Archiv: das Beispiel des Bundesarchivs
    Andrea Hänger
    S. 25–35
  • Kulturelles Erbe bef reien: zur Notwendigkeit einer europäischen Lösung
    Julia Reda
    S. 37–49
  • Museen: digitaler Erhalt und digitale Sichtbarkeit
    Thomas Dreier, Veronika Fischer
    S. 53–67
  • Bilder-Los: digitale Welt, Urheberrecht und Museen
    Dietmar Preißler
    S. 69–77
  • Nach 25 Jahren ist Schluss
    Oliver Hinte
    S. 81–87
  • Niemand hat etwas davon, wenn Werke nicht genutzt werden können
    Martin Kretschmer
    S. 89–93
  • Neues Leben für vergriffene Werke
    Elisabeth Niggemann
    S. 97–111
  • Primat der Verfügbarkeit „verwaister Werke“
    John Hendrik Weitzmann
    S. 113–122
  • Recht als Risiko für das kulturelle Gedächtnis
    Eric Steinhauer
    S. 125–136
  • Das kulturelle Gedächtnis als Kollateralschaden der „Copyright Wars“
    Katharina de la Durantaye
    S. 137–142
  • Konkretisierung der US-amerikanischen Fair- Use-Dokt rin durch die verkehrsbeteiligten Kreise
    Sylvia Jacob
    S. 146–146
  • Best Practice-Leitfaden für die angemessene Verwendung (Fair Use)
    Hunter O'Hanian
    S. 147–161
  • Fair Use heute
    Peter Jaszi
    S. 163–169
  • Autorinnen und Autoren
    S. 171–175

Veröffentlicht

18-01-2018

Gedruckte Ausgabe

ISBN: 978-3-943423-46-4

XV, 175 Seiten, Softcover,
Maße: 155 x 220 mm, 14,80 €

Sprache(n)

Deutsch

Lizenz

Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.
Copyright (c) 2018 Autorinnen und Autoren

Zitationsvorschlag

Fischer, V. (2018). Mit gutem Recht erinnern: Gedanken zur Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen des kulturellen Erbes in der digitalen Welt (P. Klimpel, Hrsg.). Hamburg University Press. https://doi.org/10.15460/HUP.178