Lebendiger Umgang mit den Toten – der moderne Familienroman in Europa und Übersee

Lebendiger Umgang mit den Toten – der moderne Familienroman in Europa und Übersee

Autor/innen

Heinz Hillmann (Hrsg.)
Universität Hamburg
Universität Hamburg

Schlagworte

Familienroman, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Literatur, Epik, Prosa

Über dieses Buch

Seit den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts gibt es in Deutschland wieder Familienromane. Sie sind eine neue Modellserie der ,Väterromane‘, die ihnen vorausgegangen sind. Die ,Generationenromane‘ nehmen die forschende Geste der Väterromane auf. Die in diesem Band versammelten Beiträge nehmen sich des Themas an und widmen sich beispielhaften Romanen aus Europa und Übersee.

Kapitel

  • Einführung. Forschungslage
    Nachdenken über Familiengeschichten
    Heinz Hillmann, Peter Hühn
    S. 7–38
  • Die Patriarchengeschichte im Alten Testament und ihre Fortschreibung in "Die Kinder unseres Viertels" (1959/67) von Nagib Machfus
    Heinz Hillmann
    S. 39–84
  • Schauerliche Familiengeschichten: zur Plot-Struktur englischer ‚Gothic Novels‘
    Horace Walpole, The Castle of Otranto (1764), Matthew Lewis, The Monk (1796) und Mary Shelley, Frankenstein (1818)
    Peter Hühn
    S. 85–104
  • Vom archaischen zum modernen Familienroman in den slavischen Literaturen: vom späten 19. Jahrhunderts bis zur Stalinzeit
    Lev Tolstoj, Anna Karenina (1873‒77), Andrej Platonow, Čevengur (1927‒29) und andere
    Robert Hodel
    S. 105–140
  • Vom Fresko zum Mosaik? ‒ Evolutionslinien des Familienromans im Frankreich der Moderne
    Von Émile Zolas Rougon-Macquart (1871−93) zu Jean Rouauds Les Champs d’honneur (1990)
    Solveig Kristina Malatrait
    S. 141–169
  • Der Abstieg einer Kaufmannsfamilie im Fortschrittsjahrhundert und der Aufstieg einer Unternehmerfamilie
    Thomas Mann, Buddenbrooks. Verfall einer Familie (1901) und Rudolf Herzog, Die Wiskottens (1905)
    Heinz Hillmann
    S. 171–221
  • Von der archaischen Groß- zur modernen Kleinfamilie im britischen Kolonialreich
    V. S. Naipaul, A House for Mr Biswas (1961)
    Peter Hühn
    S. 223–250
  • Der Verfall der traditionellen Familie und die Entstehung alternativer Kleinformen
    Virginia Woolf, The Waves (1931) und The Years (1937)
    Peter Hühn
    S. 251–285
  • Familie im hispanoamerikanischen Roman
    Gabriel García Márquez, Cien años de soledad (1967) und Isabel Allende, La casa de los espíritus (1982)
    Klaus Meyer-Minnemann
    S. 287–315
  • Die Konstruktion der Familie als Spiegel der modernen Gesellschaft in einer traditionellen Kultur
    Salman Rushdie, Midnight’s Children (1981) und The Moor’s Last Sigh (1995)
    Peter Hühn
    S. 317–351
  • Die lähmende Gegenwart einer dunklen Vergangenheit − eine amerikanische Südstaatenfamilie
    William Faulkner, Absalom, Absalom! (1936)
    Inge Hillmann
    S. 353–387
  • Lebendiger Umgang mit den Toten − gestärkte Gegenwärtigkeit
    Uwe Johnson, Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl (1970−83)
    Heinz Hillmann
    S. 389–419
  • Erschwerter Abschied und schwierige Vergegenwärtigung: deutsche Familiengeschichten um die Jahrtausendwende
    Wibke Bruhns, Meines Vaters Land. Geschichte einer deutschen Familie (2004) und Stephan Wackwitz, Ein unsichtbares Land. Familienroman (2005)
    Heinz Hillmann
    S. 421–453
  • Die Autorinnen und Autoren
    S. 454–455

Veröffentlicht

21-12-2012

Gedruckte Ausgabe

ISBN: 978-3-937816-97-5

455 Seiten, Hardcover,
Maße: 155 x 220 mm, 39,00 €

Sprache(n)

Deutsch

Reihe

Europäische Schneisen , Band 2, ISSN (print): 2195-1128

Copyright (c) 2012 Autorinnen und Autoren

Zitationsvorschlag

Hillmann, H., … Hühn, P. (Hrsg.). (2012). Lebendiger Umgang mit den Toten – der moderne Familienroman in Europa und Übersee: Bd. Band 2. Hamburg University Press. https://doi.org/10.15460/HUP.ES.2.130