Europäische Lyrik seit der Antike
14 Vorlesungen

Europäische Lyrik seit der Antike
14 Vorlesungen

Autor/innen

Heinz Hillmann (Hrsg.)
Universität Hamburg
Universität Hamburg

Schlagworte

Lyrik, Europa, Antike, Hebräisch, Narratologie

Über dieses Buch

Seit der griechisch-lateinischen und jüdisch-christlichen Antike und in immer erneuten Rückgriffen auf diese beiden Traditionen haben die Völker Europas einen großen Schatz von Gedichten geschaffen, die die Epochen ihrer Geschichte zum Ausdruck gebracht und selbst mit geformt haben. Während Mythos, Epos und Roman die großen Geschichten der Welt und der Götter, der Völker und Helden erzählt haben, hat das Gedicht schon früh die Ich-sagende Stimme geschaffen und ihr so ermöglicht, sich in den großen und kleinen Ereignissen der Zeit zu Gehör und Geltung zu bringen; Gefühle, Haltungen, Werte auszuprobieren und so neue Mentalitäten vorzubereiten. Diese Arbeitsteilung zwischen Gedicht und Erzählung bleibt in den Vorlesungen dieses Buches immer im Blick, weil sie die inzwischen entwickelten Zugriffsweisen der Erzählforschung, der Narratologie, nutzen, um die besonderen Möglichkeiten der Lyrik zu entdecken. So sieht man klarer, welche Rolle Gedichte und Lieder spielen in der Subjektivierung der Religion und der Liebe seit den Reformationen, wie sie die Freisetzung des Individuums in der Aufklärung fördern und eine neue Natur- und Kunstreligion einüben, den Nationalismus des 19. Jahrhunderts stimulieren und mit gewagten Experimenten neue Haltungen im Prozess der modernen Zivilisation einzunehmen. Die Fachdisziplinen haben diesen gemeinsamen Schatz untereinander verteilt und damit fast aus den Augen verloren. Die öffentliche Vorlesung aber hat ihn den Beteiligten wieder sichtbar gemacht, immer am Beispiel und in einer allen zugänglichen Sprache, die in diesem Buch erhalten geblieben ist.


Kapitel

  • Vorwort
    Heinz Hillmann, Peter Hühn
    S. VII-XI
  • Alt-Hebräische Lyrik
    Tim Schramm
    S. 13-39
  • Aspekte griechischer und lateinischer Lyrik
    Gerhard Lohse
    S. 41-76
  • Deutsche Lyrik I
    Religiöse Lyrik seit der Reformationszeit. Zum Diskurs des Gedichts
    Heinz Hillmann
    S. 77-101
  • Englische Lyrik I
    Identität in Liebe und Religion in der frühen Neuzeit
    Peter Hühn
    S. 103-134
  • Englische Lyrik II
    Natur und Kultur in der Romantik
    Peter Hühn
    S. 135-170
  • Deutsche Lyrik II
    Liebeslyrik von der Anakreontik zur Romantik
    Heinz Hillmann
    S. 171-196
  • Deutsche Lyrik III
    Nationale Lyrik im 19. Jahrhundert
    Heinz Hillmann
    S. 197-233
  • Französische Lyrik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    Heinz Hillmann, Klaus Meyer-Minnemann
    S. 235-270
  • Englische Lyrik III
    Das Alte und das Neue im 19. Jahrhundert und in der Moderne
    Peter Hühn
    S. 271-307
  • Vom Sprechen und Schweigen in der russischen Lyrik des 20. Jahrhunderts
    Christine Gölz
    S. 309-350
  • Englische Lyrik IV
    Peter Hühn
    S. 351-387
  • Deutsche Lyrik IV
    Die Stadt und der Krieg in der Lyrik der frühen Moderne
    Heinz Hillmann
    S. 389-417
  • Hispanoamerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts
    Klaus Meyer-Minnemann
    S. 419-454
  • Keine europäische Lyrik: Ein Blick nach China
    Michael Friedrich
    S. 455-482
  • Beitragende
    S. 483-484

Veröffentlicht

08-08-2005

Gedruckte Ausgabe

ISBN: 978-3-937816-14-2

XI, 484 Seiten, 2 Abb., Hardcover,
Maße: 155 x 220 mm, 25,00 €

Sprache(n)

Deutsch

Reihe

Europäische Schneisen , Band 1, ISSN (print): 2195-1128

Copyright (c) 2005 Autorinnen und Autoren

Zitationsvorschlag

Hillmann, H., … Hühn, P. (Hrsg.). (2005). Europäische Lyrik seit der Antike: 14 Vorlesungen: Bd. Band 1. Hamburg University Press. https://doi.org/10.15460/HUP.ES.1.66